Diät bei Durchfall

Der Durchfall ist das meist harmlose jedoch sehr unangenehme und manchmal auch schmerzhafte Symptom einer Darmerkrankung. Meistens sind Viren für diese Infektion verantwortlich, in protrahiert und schwer verlaufenden Fällen können auch Bakterien daran schuld sein.

Bei Auftreten von Durchfällen ist an erster Stelle auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten zu achten. Die Aufnahme von fester Nahrung sollte am Anfang nur zurückhaltend bis gar nicht erfolgen. Für den Flüssigkeitsersatz eignet sich am besten russischer Tee mit wenig Süßstoff oder Traubenzucker, man kann sich auch eine spezielle Lösung selbst zubereiten.

  • 1 Liter Orangensaft  (frisch gepresst oder mit Mineralwasser verdünnt)
  • 1 gestrichener Kaffeelöffel Kochsalz
  • 1 Esslöffel Zucker

Diese Mischung wird gut umgerührt und vor dem Trinken eine Stunde stehen gelassen. Je nach Schwere des Durchfalles müssen mindestens 2 Liter pro Tag getrunken werden.

Für Kinder wäre eine derartige selbstgemischte Lösung zu unausgewogen, daher sollte man Präparaten wie z.B. Normolyt denVorzug geben. Auch das altes Hausrezept Coca Cola und Soletti hat durchaus seine Berechtigung und findet bei Kindern sicher Anklang.

Daneben werden auch Darmtherapeutica, die die Darmflora wiederherstellen mit gutem Erfolg angewandt.

Sogenannte Motilitätshemmer wie Imodium oder Enterobene stellen den Darm absolut ruhig, wirken also wie ein Stoppel und sollten nur bei starkem flüssigen Durchfall genommen werden  und auf einen kurzen Einnahmezeitraum beschränkt werden.


1. Tag 

Fasttag:  Erlaubt ist nur Tee oder obengenannte Lösung
eventuell: Karottensuppe ( nur Wasser und pürierte Karotten )
eventuell: geriebener Apfel 
zusätzlich Allgemeinmaßnahmen wie körperliche Schonung und ausreichend Schlaf.  

2. Tag 

Tee und Elekrolytflüssigkeit wie vom Vortag, heute jedoch zusätzlich Zwieback, Biskotte, geschabter Apfel oder Banane, Haferschleim, Reisschleimsuppe, Kartoffelpüree ( ohne Milch zubereitet ), Karottengemüse ohne Fett.

3.Tag 

Wie 2.Tag, zusätzlich jedoch: gekochtes, faschiertes, mageres Fleisch  ( Kalb, Huhn ) oder gekochter Fisch, fettarmes Gemüse, Kompotte.

Dann langsamer Übergang auf Normalkost wobei Vollmilch nur in langsam   steigender Menge wieder erlaubt ist.

Grundsätzlich gilt: eher weniger als zuviel essen, keine eisgekühlten oder heißen Getränke, kein Alkohol, kein Kaffee, Bauch warm halten, ( Wärmeflasche ). Schwerverdauliche Kost ( z.B. Schweinefleisch ) oder schlackenreiche Kost  ( Kraut, Hülsenfrüchte ) etwa eine Woche  meiden.   

 

 

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