Es ist schon lange bekannt, dass der Blutdruck im Laufe des Tages schwankt. Außerdem weiß man, dass die Blutdruckmessung in der Ordination nur eine Momentaufnahme der bestehenden Druckverhältnisse im Kreislauf ist, und von verschiedenen Faktoren (Aufregung, Angst, langes Sitzen und Ähnlichem) beeinflusst wird. Deshalb wird schon seit längerer Zeit die Selbstmessung durch den Patienten angestrebt. Eine noch bessere Möglichkeit, sich ein Bild der Blutdrucksituation zu machen, ist bei der 24 h Blutdruckmessung gegeben. Dabei kann man das Blutdruckverhalten wirklich am Tag und in der Nacht erfassen und dokumentieren. Man sieht, ob und wann es zu Blutdruckspitzen oder auch Blutdruckabfällen kommt, und kann daraus einen Mittelwert errechnen. Diese Ergebnisse haben natürlich entscheidenden Einfluss auf die Therapie.
Praktisch wird die 24 Stunden Blutdruckmessung folgendermaßen gehandhabt: Sie bekommen von mir eine Blutdruckmanschette angelegt, die über einen Schlauch mit einem kleinen Kasten verbunden ist. Alle 15 Minuten bläst sich die Manschette automatisch auf und der Blutdruck wird gemessen und gespeichert. Normalerweise wird dadurch die Nachtruhe kaum bis gar nicht gestört. Nach 24 Stunden nehmen Sie die Manschette ab und bringen mir das Gerät zur Auswertung. Beim nächsten Besuch werden dann die Ergebnisse besprochen und Sie bekommen einen Ausdruck der Aufzeichnungen.
Leider wird diese Leistung von den Krankenkassen nicht bezahlt, sie kostet € 40. Sollten Sie von sich aus eine 24 Stunden Blutdruckmessung wünschen, teilen Sie es bitte Fr. Lilly mit. Patienten, bei denen ich eine solche Messung für sinnvoll oder notwendig halte, werde ich persönlich darauf ansprechen.